Burgenregion Außerfern/ Ostallgäu



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Burgenregion Außerfern/ Ostallgäu

Die Burg Ehrenberg

Die Burgruine Ehrenberg

Blick auf Ehrenberg

Blick auf Ehrenberg

Burgruine Ehrenberg

Ehrenberg bietet alles, was Sie von einem mittelalterlichen Schloss erwarten: wehrhafte Mauern, hohe Türme und viel Geschichte. Wo die Geschichte schweigt, beginnt die Sage. Solange das Schloss bestand, wurde auch gebaut, sodass sich Bauspuren aus rund einem halben Jahrtausend finden. Lange konnte Ehrenberg ein friedliches Dasein führen.

Das änderte sich mit dem Ausbruch der Religionskriege. Ehrenberg war mehrmals Mittelpunkt kriegerischen Ringens.1546 nahmen die protestantischen Schmalkalden die Festung ein. 1552 wurde sie vom Kurfürsten Moritz von Sachsen überrumpelt.

1632 machten die Schweden vor ihren Mauern Halt. 1703 fiel sie beim Spanischen Erbfolgekrieg den Bayern in die Hände. Von 1716 auf 1717 wurde Ehrenberg dem russischen Zarewitsch Alexej, der vor seinem Vater Zar Peter dem Großen geflohen war, als Aufenthaltsort zugewiesen.

Ab 1971 nahm sich Fridolin Schennach aus Reutte der verfallenen Ruine an und startete mit zahlreichen Idealisten eine Rettungsaktion.

Burgruine Eisenberg bei Pfronten

…gleicht einer von einem Mauerbande umschlungenen Waldkrone… (Domenico Quaglio 1844)

Hoch über dem Dorf Zell, nur wenige Kilometer nordöstlich von Pfronten, überblicken, direkt nebeneinander gelegen, zwei gewaltige Burgruinen das gesamte Umland: Eisenberg und Hohenfreyberg. Eisenberg, die ältere der beiden Burgen, liegt mit 1055m etwas höher als Hohenfreyberg und besteht heute im Wesentlichen aus einer sehr hohen, zinnenbekrönten Wandscheibe.

Die Burg taucht gesichert erst im Jahr 1340 urkundlich auf, als sie sich im Eigentum der Edelfreien von Hohenegg – eines bedeutenden westallgäuer Adelsgeschlechtes – befand und das Zentrum einer größeren Herrschaft bildete. 1382 verkaufte Bertold von Hohenegg Burg und Herrschaft an Herzog Leopold III. von Österreich, der nach dem Tod Bertolds dessen Schwiegersohn Friedrich von Freyberg um 1390 mit der Burg und Herrschaft belehnte. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg kurzfristig von den Bauern besetzt und beschädigt. Zehn Jahre später verbaute Werner Volker von Freyberg Entschädigungsgelder an der Burg. Am 15. September 1646, kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges, wurde Eisenberg gemeinsam mit Hohenfreyberg und Falkenstein von der Tiroler Landesregierung im Zuge einer „Politik der verbrannten Erde” niedergebrannt, blieb seitdem Ruine.

In den 1980er Jahren konnte der örtliche Burgenverein mit großen Engagement das inzwischen in Gemeindeeigentum übergegangene Gemäuer vor dem gänzlichen Verfall retten.

Die um 1315 erbaute Burg bestand aus einer sehr hohen Ringmauer – einer sog. Mantelmauer –, die eine eiförmige Kernburg (1) auf dem höchsten Punkt des Geländes umfriedete. Sie war allerdings anfangs noch nicht ganz so hoch wie heute, wurde im 15. und 16. Jhdt. aufgestockt. Gegen ihre Innenseite lehnten sich rundum Gebäude: zwei Palasse (2+3) mit Wirtschaftseinrichtungen an den längeren Seiten, Backstube und Badestube (8), Kapelle (7), Zisterne (9) an den kürzeren Seiten. Der Zugang (10) erfolgte ursprünglich neben der Kapelle durch die schmale

Ostseite und wurde erst im 16. Jhdt. an die gegenüberliegende, bequemer zu erreichende Schmalseite verlegt (11). Im späten 15. und in der 1. Hälfte des 16. Jhdts. erhielt die Kernburg eine Zwingermauer (14) und die Vorburg (15) eine neue Umwehrung (16) mit halbrunden Schalentürmen für leichte Artilleriewaf- fen. Wohl um 1535 versah man – analog zur Nachbarburg Hohenfreyberg – eine östlich vorgelagerte Bastion (17) mit einem Netzwerk aus zumeist erdverfüllten Kleinkammern, um möglichen Artilleriebeschuß wirkungsvoll abzufangen und eine größere Geschützplattform zu gewinnen.

Am südlichen Ende der Vorburg erhob sich zu deren Schutz ein niedriger Viereckturm (22), der zugleich als Auslug diente.

Einen Bergfried besaß die Burg nie. Hier diente die hohe Mantelmauer zur Machtdemonstration und Machtentfaltung. Die Zinnen an ihrer Mauerkrone waren nie begehbar, hatten also symbolischen Wert.

Zu empfehlen ist allen Burgfreunden ein Besuch im Eisenberger Burgmuseum (in der Ortsmitte von Zell), wo interessante Funde und Befunde der Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg ausgestellt sind.


Burgruine Falkenstein

Das Ostallgäu trägt die Handschrift eines von Geheimnissen umwobenen Königs. Sie wissen sicher, wer gemeint ist. Kein anderer als König Ludwig II. natürlich, der Erbauer von Schloss Neuschwanstein. Sein Erbe ist einzigartig und hat uns in der ganzen Welt berühmt gemacht. Und beinahe hätte uns der Märchenkönig noch berühmter gemacht. Denn neben Neuschwanstein wollte er uns noch ein weiteres Traumschloss vermachen. Und zwar auf dem Falkenstein in Pfronten.

Dort standen zu Lebzeiten Ludwigs II. die Überreste einer Burg, die 1280 von Graf Meinhard II. von Tirol erbaut und im Verlauf des 30jährigen Krieges niedergebrannt worden war. 1883 fasste der Märchenkönig schließlich den Entschluss, die Burgruine durch ein noch imposanteres Burgschloss als Neuschwanstein zu ersetzen. Ein Jahr später wurde die Ruine angekauft und ein neuer Burgweg, 1885 eine Wasserleitung angelegt.

Märchenschloss

Der Entwurf des Bühnenmalers Christian Jank für ein Schloss auf dem Falkenstein mutet märchenhaft an. Diese romantische Vedute sollte aber nur die Phantasie des Königs anregen. Die endgültige Planung übernahm Oberhofbaudirektor von Dollmann. Ein Modell des Schlosses ist heute in München zu bewundern.

Der König starb zu Früh

Unterdessen wurden mehrere Entwürfe für das Schloss auf dem Falkenstein angefertigt und wieder verworfen. Wobei die immer knapper werdenden Finanzmittel König Ludwigs letzten Traum zunehmend bescheidener erscheinen ließen. Und ein Traum blieb das abenteuerliche Bauunternehmen doch. Denn 1886 schied der König aus dem Leben. Wobei die Umstände seines Todes bis heute nicht mit letzter Sicherheit geklärt sind.

Atemberaubende Aussicht

Welchen Einfluss das geplante Schloß auf dem Falkenstein auf den Fremdenverkehr im Pfrontener Tal gehabt hätte, lässt sich bei einem Blick hinüber nach Schwangau erahnen, wo allein auf „Neuschwanstein“ jährlich eine Million Besucher gezählt werden. Beileibe beschaulicher geht es da auf dem Falkenstein zu, der zwar kein Traumschloss, dafür aber Deutschlands höchst gelegene Burgruine (1268 m) zu bieten hat.

 

Sehenswert!

 

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